Gartenarbeit

Margotta


Margotta: Allgemeines




Diese Vermehrungsform, die insbesondere bei der Kultivierung des Apfelbaums zur Gewinnung klonaler Wurzelstöcke verwendet wird, zeichnet sich dadurch aus, dass die Wurzelbildung künstlich an den Basalknoten der Triebe induziert wird, die aus dem Stamm der Mutterpflanze stammen, die zuvor in Bodennähe bestäubt wurden.
Die bewurzelten Stecklinge, die dazu bestimmt sind, Mutterpflanzen zu werden, werden in einem speziell für diesen Zweck genutzten Baumschulbereich gepflanzt und dürfen sich im ersten Pflanzjahr frei entwickeln.
Kurz vor dem vegetativen Neustart des zweiten Jahres werden diese neuen Mutterpflanzen, die auch "Ceppaie" genannt werden, einer vollständigen Entfernung des oberirdischen Teils durch Pollocking des Stängels unterzogen, um in Bodennähe eingesetzt zu werden. Aus den Knospen, die auf den Stumpfstielen zurückbleiben, entstehen die Triebe. Wenn diese eine Länge von mindestens 10 cm erreicht haben, bedecken wir den Boden mit feiner Erde. Dieses Stampfen wird in direktem Zusammenhang mit der ständigen Verlängerung der Triebe allmählich verstärkt, bis ihr Basisabschnitt etwa 20 cm eingegraben ist. Im Sommer beginnt die Rhizogenese an den Basalknoten; kurz vor der Winterruhe, aber bereits bei der Entlaubung, sind die Triebe gut bewurzelt und können durch einen Schnitt unterhalb des Wurzelpunktes von der Mutterpflanze entfernt werden. Die so erhaltenen Stecklinge bilden die klonalen Wurzelstöcke.
Mutterpflanzen können bei richtiger Pflege auch über zwanzig Jahre Vermehrungsmaterial liefern.


Video: La margotta (Januar 2022).